New Orleans Caliente

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Die Musik

Die Musik

Der New-Orleans-Stil in dem traditionellen Jazz der afroamerikanischen und creolischen Südstaatler ist unverkennbar die musikalische Heimat des Bläser der Band. Ragtimes, Blues und Stomps sind angesagt. Dabei versucht das Quintett die Themen, Motive und Sequenzen der traditionellen Stücke oder Kompositionen aufzunehmen und - in Improvisationen und Kollektivspiel - angelehnt an diese Quelle auszuführen und melodisch zu variieren. In allen Phasen des Spiels sollen Stimmungen und Charakter gerade dieses Titels erkennbar bleiben.


Bild: Paul-Georg-Meister, www.pixelio.de

Den Anstoß neben dem traditionellen Jazz musica latina caliente, heiße Latino-Musik zu spielen gab der erste Bassist der Band - aus Santiago di Cuba stammend. Die Titel entnahmen wir zunächst einer Kassette, auf der sein Vater Klavier spielt, nur von Bass, Bongos oder Clave begleitet. So standen bereits vor der Buena-Vista-Social-Club-Welle einige kubanische Titel im Repertoire der Band, die auch auf der ersten fast schon legendären CD zu hören sind. Dazu kamen weitere lateinamerikanische Stücke als Son, Bolero, Rumba und Bossanova.

Die Synthese
Da die Ragtimes und viele Jazz-Titel gleichzeitig mit vielen kubanischen Stücken ent-standen sind gegenseitige Einflüsse erkennbar. So gibt W.C. Handy in seinem "St.Louis Blues" für den Mittelteil einen habañero Rhythmus vor. In vielen Aufnahmen von Tiny Parham über Armand Piron bis Fletcher Henderson finden sich Teile in Latino-Rhythmen. Auf der anderen Seite stehen die typischen Jazz-Harmonien in "Amor De Loca Juventud", die nahezu wie der Jazz-Standard "All Of Me" klingen.

Da liegt es nahe, Jazz-Titel mit Latino-Rythmen zu unterlegen, was unter den New-Orleans-Musikern so aufregend neu auch nicht ist: 1946 spielt "Bunk" Johnson auf der Platte, die unter dem Titel "Testament Of A Great Jazzman" herauskam, "Maria Helena" als eintaktige Rumba. Uns als europäische, traditionell geprägte Jazzer brachten und bringen diese Versuche an- und aufregende neue musikalische Einfälle und Improvisationsmöglichkeiten.
Und Stücke, derer man durch zu häufiges Hören oder Spielen eigentlich schon über-drüssig war, gewinnen überraschend neue Farben, Stimmungen und Effekte und da-durch in unseren Ohren eine noch nicht gehörte Frische.

So spielen wir "Autumn Leaves" mit kubanischen Rhythmen und "Night And Day" als Bossa, "Cloe" als Rumba, in einigen Ragtimes heben wir einzelne Teile mit Latino Rhythmen heraus.



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